Avantgarde an der Grenze

Musik. Demnächst findet im burgenländischen Nickelsdorf das renommierte Avantgarde-Festival "Konfrontationen" statt. Einer der Höhepunkte: der komponierende Pianist Oskar Aichinger mit seinem Trio.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 29/00 vom 19.07.2000

Oskar Aichinger kommt gerade vom nachmittäglichen Üben und Komponieren. "Heut ist nicht viel weitergegangen", meint er gleich eingangs unzufrieden. Der heute 44-Jährige hat freilich Schlimmeres hinter sich: Noch vor zehn Jahren sah es so aus, als ob seine musikalische Karriere gar nicht erst beginnen würde. Nach einem eher irrtümlich angefangenen Studium des Hüttenwesens in Leoben absolvierte Aichinger in Salzburg eines der Musik; danach folgten unter anderem Tätigkeiten als Chorleiter, als Korrepetitor fürs Staatsopernballett und - bis heute zehn Stunden pro Woche - als AHS-Lehrer.

Die eigene musikalische Kreativität lief nebenher und geriet zwischen 1986 und 1990 in eine tiefe Krise. "Mein Selbstbewusstsein war damals auch nicht gerade stark", meint Aichinger rückblickend. Dann der Neubeginn mit ersten, eher zufälligen Auftritten, zunächst im Duo Steinaich-Irrding an der Seite des Bassklarinettisten Hans Steiner. Das kam gut an, und am meisten verwundert darüber war Aichinger


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