Wacker, Admira!/Outing: Ich bin ein Admiraner

Chris Duller | Stadtleben | aus FALTER 29/00 vom 19.07.2000

Seit nunmehr 21 Jahren bin ich bekennender und praktizierender Fan des Fußballklubs Admira Wacker. Die Basislektion lernt man gleich am Anfang: "Rapid is mei Religion!" geht leichter über die Lippen als "Ich bin Admiraner". Letzteres Bekenntnis entspricht eher einem Outing, die Praxis mehr einem Eremitendasein als einem wiederkehrenden Hochamt voller berauschender Gemeinschaftsgefühle. Deklariert man sich als "graue Maus", erntet man verlässlich Unglauben, Mitleid sowie ein verständnisvoll gemeintes Schmunzeln. Darauf folgt bereits ebenso zuverlässig die sich aufdrängende Kernfrage: Wie wird man Admira-Anhänger?

Eines kann ich aus meiner Warte sagen: Man wird nicht als Admiraner geboren. Obwohl es mir bestimmt war, nur etwa zehn Gehminuten vom Südstadt-Stadion (und einen besseren Steinwurf vom Mödlinger Fußballplatz) entfernt im Krankenhaus Mödling das Licht der Welt zu erblicken. Aber weil das Beste an Mödling für einen gestandenen Badener wie mich die flotte Zugverbindung

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