Seife, Bier und Kunst

Museumsquartier. Die größte Kulturbaustelle Europas feierte ihren Tag der offenen Baustelle. Mit Freibier, Leberkäse und offensiver PR-Arbeit. Die vom Aus bedrohten kleinen Kulturinitiativen im Quartier feierten nicht mit.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 29/00 vom 19.07.2000

Die riesige Baustelle sieht irgendwie aufgeräumt aus. Kräne, Bauschutt und Maschinen sind ordentlich hinter Gitterabsperrungen verstaut. Vor dem historischen Trakt des Fürstenhofs spielen Kinder. Trotz strömendem Regen und Gatsch. Sie versuchen mit überdimensionalen Drahtgestellen die größten Seifenblasen Wiens zustande zu bringen. Drinnen, im Kindermuseum Zoom, basteln die Kleinen an einem riesigen "Röhrenmonster". Und am Eingang zum Museumsquartier-Komplex hantiert ein Puppenspieler mit seinen Figuren: Das Muqua hat sich am Tag der offenen Baustelle einiges einfallen lassen, um Kinder samt Anhang auf die größte Kulturbaustelle Europas zu locken.

Auf insgesamt 60.000 Quadratmetern entsteht hier rund um die ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen ein neues Museumsviertel. Im Juni 2001 sollen die Herzstücke des Museumsquartiers - das Museum moderner Kunst (MMK), das Leopold Museum und die Kunsthalle - eröffnet werden. Und um den Wienern das neue Kulturviertel nahe zu bringen, startet


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