Phettbergs Predigtdienst: Die Falle Gelingen

... Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus ... Mk 6,30-34 (Evangelium am 16. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr B)

Stadtleben | aus FALTER 29/00 vom 19.07.2000

Wenn alle sich so zu weiden verstehen an dem, was sie weidet, wie ich mich an den umliegenden Jüngelchen weide, die mich weiden automatisch sozusagen, ohne es im Speziellen darauf abgesehen zu haben, hat die Spezies wahrlich genug zu weiden. Dachte ich donnerstags beim Wandertag zu Diensten einer humanistischen österreichischen Bundesregierung. Zu Tausenden wälzten wir uns durch die Straßen, ein dichter Kordon Abertausender der jüngsten Polizisten geleitete uns feierlich links und rechts am Rand entlang, und flott*. Bei jedem Schritt schlug der lange Gummiknüppel ihnen auf die Oberschenkel und erinnerte sie. Doch die Polizisten sind nicht mehr dieselben, wie ich vor Jahrzehnten die Polizisten lernte. Ihre Antlitze sind hell geworden, sie diskutieren sich, deuten sie an und drücken Einfühlungsvermögen aus. Sie wüssten zu streicheln, zu träumen und zu weinen, wenn es sich situierte, weisen mich ihre Körpergespräche an zu träumen, träume ich.

Es war meine dritte Donnerstagsdemo,


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