Meine Bank

Seinesgleichen geschieht. Die bayrische Hypo kaufte die Bank Austria. Was wir daran für bedenklich halten sollten.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Meine Bank ist meine Bank nicht mehr. Nicht, was Sie denken: Ich bin vor einiger Zeit als Privatkunde ausgeschieden, hatte ein besseres Angebot, das mich zwang, die Trägheit des Girokontobesitzers zu überwinden. Waren so bequem, die vielen Wiener Filialen, und der Vater hatte, als ich studierte, das Geld über die Länderbank überwiesen. So erbte mich die Bank Austria. Und so verlor sie mich. Man nennt das Markt.

Jetzt hat die Bank Austria wieder jemanden gefunden. Keinen Kunden, sondern einen Käufer, und das wirft schon die eine oder andere Frage auf. Der so genannte rote Krake ist selbst vom Weißwurstmonster umschlungen worden oder so ähnlich. Die Zeiten haben sich aber so weit geändert, dass kaum mehr jemand in solchen Kategorien denkt. Der nationale Aufschrei bleibt aus, den Sozialdemokraten ist sowieso längst die Spucke weggeblieben, die Grünen klatschen freundlich, die ÖVP applaudiert warm. Gerade noch die letzten Korporatisten in der FPÖ jaulen auf.

Peter Westenthaler, der


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