Ruhe auf der Rechten

Ausland. Im amerikanischen Wahlkampf tendiert diesmal alles nach links. Der Linken nützt es wenig.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Marc Plotkin hat alle demokratischen Präsidentschaftskandidaten der letzten 30 Jahre persönlich gekannt. Den legendären Vietnamkriegs-Gegner George McGovern hat er einst tatkräftig unterstützt. Bill Clinton musste sich von dem streitbaren Radiojournalisten gleich mehrmals auseinander setzen lassen, dass der rechtlose Status derHauptstadt Washington D.C. ein Schandfleck für die amerikanische Demokratie sei. Al Gore allerdings erinnert den Washingtoner Insider fatal an die Verlierer Michael Dukakis und Walter Mondale: "Bei der boomenden Wirtschaft müsste Gore in den Umfragen eigentlich weit vorne sein", ätzt Marc Plotkin. "Was ihn retten kann, das ist die Demographie: Amerika wird immer bunter, und das hilft politisch den Demokraten."

Anders als ihre vielfach noch immer ethnozentristischen europäischen Kollegen haben die amerikanischen Konservativen das wachsende Wählerpotenzial der Einwanderer allerdings diesmal unmissverständlich erkannt. George W. Bush lässt keine Gelegenheit


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