Kreiskys Kinder

Ära Kreisky. Vor zehn Jahren starb Bruno Kreisky. Wie haben die Kinder dieser Ära die Jahre erlebt? Die "Falter"-Redaktion erinnert sich stellvertretend für die Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger Geborenen.

Politik | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Er war ihr erster Kanzler. Er regierte schon, als sie das erste Mal den Schwarz-weiß-Fernseher einschalten konnten. Und nicht nur, als ihnen die Eltern das Schulstanitzel in die Hand drückten, auch später, als sie die ersten Jahre am Gymnasium streberten, war er noch immer da.

Dreizehn Jahre lang diktierte Bruno Kreisky den Familien die Themen. Was auf sein brummiges "Ich bin der Meinung ..." folgte, provozierte Diskussionen. Manchmal auch Konflikte. Schuld daran waren seine streitbare Vergangenheitsbewältigung, seine Nahost-Politik und später die Junktimierung der Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf mit seinem Verbleib in der Politik. Trotz all dem hatte die SPÖ ihren Sonnenkönig gefunden, die ÖVP in den dreizehn Jahren aber drei Obmänner verschlissen: Schleinzer, Taus und Mock.

Der Alte, seine Visionen und sein Staat: Anlässlich seines zehnten Todestages erinnern sich sieben - mehrheitlich aus bürgerlichem Hause stammende - Falter-Redakteure und sein leiblicher Sohn


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