Der echte Sohn: "Ehrgeiz verstärkt"

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Kommts ihr eh zu dem Kommunikationstreffen im Depot? Es wär wichtig, wenn ein paar gescheite, kritische Leute dabei sind." Auf der Donnerstags-Demo ist Peter Kreisky in seinem Element. Er verteilt Flugzettel, kauft Migrantenzeitungen, trifft alte Freude.

Vor 22 Jahren demonstrierte Kreisky schon einmal auf dem Ballhausplatz - gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf. Damals saß freilich sein Vater Bruno im Bundeskanzleramt. Am darauf folgenden Sonntag meldete die Stapo Peters Teilnahme an der Kundgebung, dem Sonnenkönig, und beendete so jäh ein friedliches Familienessen. "Ihr lassts euch von den Maoisten vereinnahmen!" schimpfte der Vater. Der Sohn marschierte trotzdem weiter.

"So schlecht, wie es die Journalisten gerne gehabt hätten - und wie mein Vater dann manchmal schon selbst geglaubt hat - haben wir uns aber gar nicht verstanden", sagt Peter Kreisky heute. Und ist bemüht, die "vielen Halbwahrheiten", die über seinen Vater verbreitet werden, richtigzustellen: "Er hat von hundert Millionen


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