Verstehen Sie Bach?

Bach 2000. Was macht Johann Sebastian Bach auch 250 Jahre nach seinem Tod zu einem relevanten und aktuellen Komponisten? Fünf Wiener Musiker geben Antwort.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Noch wenige Jahre vor seinem Tod am 28. Juli 1750 musste sich Johann Sebastian Bach von einem Musikkritiker öffentlich als "Musicant" beschimpfen lassen - eine Bezeichnung, die den Thomaskantor im damaligen Sprachgebrauch auf eine Stufe mit Tanzgeigern und Zirkusmusikern stellte. Der Mann hatte nichts verstanden. Mittlerweile weiß jeder, dass Bach einer der bedeutendsten Komponisten der europäischen Musikgeschichte war. Mit dem Verstehen aber hapert es noch immer: Die musikalische Sprache des Barock ist uns zwar oberflächlich vertraut, ihre Grammatik aber verstehen nur noch wenige Spezialisten.

Warum Bach trotzdem noch immer so viele fasziniert, ist schwer zu ergründen - schon allein wegen des Umfangs seines weit über 1000 Stücke umfassenden Gesamtwerks, erst recht aber aufgrund der inneren Komplexität seiner Musik. Frage: Was macht Bach heute, 250 Jahre nach seinem Tod, noch zu einem relevanten Komponisten? Warum ist der Alte heute noch so gut?

Wenn es um Bach geht, ist der Organist


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