Neue Platten

Kultur | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Rock/Pop Mika Klein Mika haben sich in der Grauzone zwischen House, TripHop und Pop angesiedelt. Trotzdem sollten Sie jetzt weiterlesen. Denn Simon Haidenbauer und Matthias Wilhelm haben ein gutes Gespür für Stimmungen und Melodien - und also nichts mit der genretypischen Breiigkeit gemein. Sängerin Lea Sonnek wechselt zwischen rauchiger Ragga-Stimme und verträumtem Gesang a la Everything But the Girl, oft sogar in einem Stück. Ja sogar die gefürchtete Eigenschaft des "Driftens", das ja auch zum "Wegdriften" werden kann, erhält hier eine positive Bedeutung. Mika produzieren die im positiven Sinn netteste Musik, die man sich nur vorstellen kann. Schwerste Empfehlung.

Sebastian Fasthuber Coco Robicheaux: Hoodoo Party Orleans/Edel Findet dieser Tage in einer der berüchtigten Spelunken in den Sümpfen Louisianas eine Swamp-Party statt, dann dürfte die soulige Spirit-Music des betagten Bluesrockers und Hippies Coco Robicheaux gewiss nicht fehlen. Selbst Voodoo-Altspatz Dr. John sollte bei diesem Cajun-Eintopf ins Schwärmen geraten: Mit Grooves aus Swamp-Rock, R & B, Soul und Anklängen an Tom Waits sorgt der "Louisiana Medicine Man" hier für Gris-Gris-Vibes. Doch nicht nur mit seinen Eigenkompositionen, auch mit Coverversionen von Professor Longhairs "In the Wee, Wee Hours" und Allen Toussaints "Mean Ol' Lady" versteht es Coco zu überzeugen.

Walter Pontis


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