Konzeptkunst statt Turbinen

Kunst. Angewandte Unternehmensphilosophie: Die Österreichische Galerie im Belvedere zeigt eine Ausstellung mit Gegenwartskunst aus der Sammlung des Energieanbieters EVN.


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Die mattrote Seite prangte Mitte Juli in allen deutschen Tageszeitungen - ohne Text, ohne Firmenlogo, nur ein blankes Farbfeld. Was sich ausnahm wie die Idee eines Konzeptkünstlers, war tatsächlich der Start für die Werbekampagne des größten privaten Energieanbieters weltweit. Auf dem hart umkämpften Strommarkt gilt es Aufmerksamkeit zu erregen, zumal der eben erst fusionierte deutsche Konzern bis dato weitgehend unbekannt war. Gegenwärtig ist in Teil zwei der Werbung des Rätsels Lösung zu sehen: der Name des Konzerns, E.On, auf rotem Grund. Einen noch diskreteren Weg der Imagegestaltung wählte der niederösterreichische Stromanbieter EVN; er sammelt Kunst der Gegenwart.

Die Sammlung der EVN umfasst etwa 100 Exponate; etwa die Hälfte davon wird nun unter dem Titel "There is something you should know" präsentiert. Thomas Trummer, der Kurator für Gegenwartskunst im Oberen Belvedere, lud die EVN unter den steinernen Baldachin von Prinz Eugen. Da die staatlichen Mittel für Kunstankäufe

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