Comandantina Dusilova: An Theken schlampen ...

Stadtleben | aus FALTER 30/00 vom 26.07.2000

Die Qualität von Männern lässt sich gut an ihrem Thekenverhalten ablesen. Nun meine ich aber nicht das Verhalten von Männern an nachtlokalen Theken (denn dort lungert nur die Sehnsucht, nie jedoch die Erfüllung), nein, ich meine das Verhalten von Männern an ganz anderen Theken. Unter unvermählten, aber frisch vertrauten Paaren hat sich ein Rollenverhalten dahingehend etabliert, dass sich der Mann für das gemeinsame Frühstück zuständig fühlt. Es stehen also zwischen zehn und 13 Uhr vormittags sämtliche Männer in zeugungsfähigem Alter an Wursttheken und bestellen postconcubitale Proteine. Die Qualität von Männern lässt sich an ihrem Verhalten an diesen Wursttheken erkennen. Die größte Zahl der hier beobachtbaren Männer lässt sich dem Typ Bieraugenringe, Dreitagesflaum und Unruhiges-Klimpern-mit-dem-Autoschlüssel-in-der-Hosentasche zuordnen. Vorsicht: Diese Männer greifen zu Extrawurst und Edamer! Ungleich besser kommen Männer der Gattung Morgenbart, Bermudashorts - über Badeschlapfenwadl und Fiebriges-Nesteln-am-Ohrläppchen. Dieser ungleich seltenere Typ greift selbst blind zu Räucherlachs aus Alaska, zu Charolais und einem Tiegelchen Feigensenf, zu einer zarten Honigmelone und Prosciutto aus Langhirano.


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