Mediensplitter

Medien | aus FALTER 31/00 vom 02.08.2000

Napster Im ersten größeren Gerichtsverfahren um Urheberrechte im Internet hat die US-Musikindustrie vorerst einen Etappensieg gegen die beliebte MP3-Tauschbörse errungen. Die Abschaltung von Napster wurde für Samstag 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt. Als Begründung gab die zuständige Richterin an, dass ansonsten bis Jahresende rund 70 Millionen Menschen illegal kopierte Musik herunterladen würden. Bis dato hat die Recording Association of America ihre Verluste auf rund 400 Millionen Dollar beziffert. Napster ging in die Berufung. Am Freitag hob ein Berufungsgericht in San Francisco das Urteil auf. Ein abschließendes Urteil ist im September zu erwarten.

Medienbehörde Die nun bekannt gewordenen Umrisse der Gesetzesvorlage zur Einrichtung dieser Behörde lassen erkennen, dass sie sich mit der Vergabe von Frequenzen für TV-Radio und Telekommunikation befassen soll, mit der Inhaltskontrolle bei öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk und Fernsehen und mit der Marktregulierung. Beschlossen werden soll das Gesetz im Herbst.

"Wiener Zeitung" Redesignt präsentiert sich das Amtsblatt in mehreren Büchern mit Farbe. Und mit neuem Internet-Auftritt: www.wienerzeitung.at Haider wünscht es, die Briten tun es. Nicht die Briten. Das englische Boulevardblatt "News of the world" stellt Kinderschänder mit Namen, Bild und Adresse an den Pranger. Die "Krone" faksimiliert das Titelblatt des englischen Blatts und zitiert österreichische Psychiater und Polizisten. Die sagen: "Eine Katastrophe". Die "Krone" sagt: "Was in Großbritannien jetzt passiert, ist in Österreich unvorstellbar!" Dass man bei Bedarf auch anders könnte, braucht nicht mehr hinzugefügt zu werden.


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