Tanz der Sehnsucht

Tango. Als Synonym für lateinamerikanisches Lebensgefühl und Laszivität boomt der Tango auch in Wien. Jetzt erreicht er auch Freunde der Volksmusik und der Oper.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 31/00 vom 02.08.2000

Auf die viel gestellte Frage nach dem Sinn des Lebens ist meine Antwort: Tango." Das gilt nicht nur für einen gewissen Herrn Virtanen aus Helsinki, Protagonist des eben erschienenen Romans "Tango ist meine Leidenschaft" von M. A. Numminen (siehe Kasten); dieser Tanz ist mittlerweile auch für einige fanatische tangueros in Wien zum hauptsächlichen Lebensinhalt geworden.

Der Wiener Musikjournalist Wolfgang Schlag, der für das bevorstehende Volksmusikfestival "Glatt & Verkehrt" einen prominent besetzten Tango-Abend organisierte (siehe Kasten), wurde erst vor einem Jahr mit dem Tango-Fieber angesteckt: Es begann mit den üblichen Anfängerkursen bei argentinischen Lehrern vor Ort, ehe er im Jänner dieses Jahres mit seiner Frau nach Buenos Aires reiste, um sich in die Mysterien des Tangos einweihen zu lassen. Die beiden nahmen täglichen Unterricht bei den lokalen Größen; das Erlernte wurde anschließend in den einschlägigen Lokalen umgesetzt: "In den 30 Tagen, die wir dort waren, haben


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