Patrioten ist nichts verboten

Film. In Roland Emmerichs gebrauchsrassistischem Historienepos "The Patriot" wird Mel Gibson als rachgieriger Wüterich zum Vorreiter nationaler Unabhängigkeit.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 31/00 vom 02.08.2000

Können Sie die Nationalhymne singen?" Das ist keine Teilfrage einer Volksbefragung (sonst hieße es ja "Bundeshymne"), sondern steht auf der US-Website zu "The Patriot". Ein Link namens "discussion" demonstriert den erzieherischen Wert des Films anhand von Gesprächen mit Amerikanern, die auf staatsbürgerkundliche Fragen antworten: "What does freedom mean to you?", "What would you fight for?" und, ganz lapidar, "What is a patriot?"

Ein Patriot, das kann eine Boden-Luft-Rakete sein, wie sie die US Air Force im Golfkrieg gern zum Einsatz gebracht hat. Oder jemand, der seiner Regierung mit nur einem "Ja" gleich sechs Freibriefe ausstellt. Auch beim von Mel Gibson gespielten Held des Historienschinkens "The Patriot" handelt es sich um einen solchen; der deutschsprachige Promotiontitel "Mel Gibson - Der Patriot" lässt daran keinen Zweifel. Der in den USA gar nicht so erfolgreiche Film wird hierzulande explizit als Vehikel für einen Weltstar angepriesen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil es


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