Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 31/00 vom 02.08.2000

Tina Schula steht auf Rohheit. Auf Lars von Trier, Werner Herzog, Rainer Werner Fassbinder. Und auf Kino, das keine Angst davor hat, skurril zu sein. "Ich lehne das Glatte, komplett Vorprogrammierte im Film ab", erklärt die 28-jährige Regisseurin. Diese Philosophie und ihr Handwerk hat sie sich an der Londoner Filmakademie LCP erarbeitet. Zurück in Wien hat sie gerade ihr erstes Musikvideo für die Cheap-Productions, "Remember" von Louis Austen und Mario Neugebauer, abgedreht. Derzeit plant Schula an weiteren Projekten für Cheap. "Musikvideos und Kunstfilm - das ist meine Richtung." Dass man es damit als junge Filmemacherin in Österreich schwer hat, weiß sie. "Hierzulande werden eher Spielfilme mit Österreich-Bezug gefördert." Und Österreich sieht Schula mit einer gewissen Distanz. "Das Leben in Wien ist schön langsam - deswegen dauert es lange, bis Projekte verwirklicht werden." J. O.


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