Vor 20 Jahren im Falter

... wurde eine harmlose Richtigstellung zu einem Bericht über ein "Boku-Fest" vorgenommen. Weniger harmlos hingegen erschienen manch andere Aktivitäten an der Universität für Bodenkultur.

Vorwort | aus FALTER 32/00 vom 09.08.2000

Aufgrund eines Missverständnisses ist uns in der Ausgabe Nr. 13 des Falter ein bedauerlicher Irrtum unterlaufen.

Der Bericht der Basisgruppe BOKU zum Drei-Tage-Fest auf der Universität für Bodenkultur trägt den Titel "Es geht fest weiter - Studenten gegen Rektor".

Ziel des Festes und Inhalt der sich anschießenden Auseinandersetzungen waren nicht Agitationen der Studenten gegen den Rektor WELAN. Eher richtig müsste es heißen "Rektor gegen Studenten", da er sich im Verlaufe der Verhandlungen um eine legalisierte Durchführung des Festes gegen die Studenteninteressen stellte.

Eine weitaus bessere Schlagzeile würden zwei andere Herren der bodenkultürlichen Uni-Verwaltung abgeben: PRO-Rektor (d. i. der Altrektor) FRAUENDORFER hat die Polizei geholt und die Studenten hinausschleifen lassen. DI-Rektor WEISS hat im November vorigen Jahres eine geschlossene minderheitenfeindliche Propaganda-Veranstaltung des Kärntner Heimatdienstes (Veranstalter: Ring Freiheitlicher Studenten) an der Universität für Bodenkultur genehmigt und unterstützt. Die Vergangenheit von WEISS ist derzeit Gegenstand von Untersuchungen des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes. 1978 kandidierte WEISS gemeinsam mit WARTON für eine "Wahlgemeinschaft für Bürgerinitiativen und Umweltschutz". WARTON ist Generalsekretär der "Volkssozialistischen Arbeiterpartei", deren führende Funktionäre zum Teil aus der NDP kommen. Die "Volkssozialistische Arbeiterpartei" unterhält Kontakte zu internationalen Nazi-Organisationen (Angaben über Warton und VAP aus: Rechtsextremismus in Österreich nach 1945; Hrsg.: Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes; Österr. Bundesverlag 1979).


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige