Zurück ins Zuchthaus?/Drogenkoordinator Hacker: "Das ist eigentlich irre"

Politik | aus FALTER 32/00 vom 09.08.2000

Er koordinierte Hunderte von Projekten, die den "Wiener Weg" liberaler Drogenpolitik ausmachen. Spritzentausch, Ganslwirt, Beratungsbus, Gefangenenbetreuung, Suchtbehandlung, Gespräche mit der Polizei.

In letzter Zeit hätte es Drogenkoordinator Peter Hacker aber beinahe vom Sessel geschmissen. Die FPÖ plant den bislang größten Angriff auf das Wiener Drogenkonzept. Im Falter-Interview nimmt sich Hacker kein Blatt mehr vor den Mund: "Es gibt Leute, die uns am liebsten ins Mittelalter führen wollen."

Falter: Herr Drogenkoordinator, ist das Wiener Drogenkonzept wirklich in Gefahr?

Peter Hacker: Es gibt eine Trendumkehr. Wir haben in Österreich ein Drogenrecht, das europaweit vorbildlich ist. Jetzt, wo Europa und die UNO erkannt hat, dass Drogenpolitik nicht mehr nur Repression ist, machen wir einen massiven Schritt zurück.

Worin besteht dieser Schritt?

Das Herabsetzen der Grenzmenge ist nur ein Baustein. Drogenpolitik ist ein breites Mosaik. Wir können nicht nur von "dem" Drogenproblem


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