Große Brüder

Internet. Trotz der Freiheit, die das Netz ermöglicht, bildet sich weltweit eine neue Marktkonzentration. Der Napster-Prozess und die internationalen Cross-Media-Fusionen zeigen den beinharten Kampf um digitalen Content.

Medien | Christoph Chorherr | aus FALTER 32/00 vom 09.08.2000

Der große Knall zu Beginn des Jahres hallt noch immer nach. Die Fusion zwischen dem Mediengiganten Time Warner mit dem größten Internetanbieter der Welt, America Online (AOL), hat einen internationalen Trend vorgegeben: Das Zusammenwachsen von Unternehmen aus dem Telekommunikations- und dem Medienbereich führt zu neuen Kommunikationsriesen.

Nicht nur der Börsenwert des neuen Giganten erreicht mit 4,7 Billionen Schilling eine neue Dimension; auch die Entwicklung der Medienindustrie steht seither in neuem Licht. Die Kombination von Unterhaltungs- und Nachrichtenangeboten (zu Time Warner gehören Fernsehsender, die Warner Music Group, Printprodukte wie Time und TV-Kabelnetze) mit den Internettechnologien und -lizenzen verändert die Medienlandschaft nachhaltig.

Mehr als 20 Millionen Haushalte erreicht AOL zurzeit. Die meisten User geben sich mit den Hauptanwendungen wie E-Mail zufrieden und verlassen daher selten die AOL-Startseite. Damit das auch so bleibt, müssen die Internetprovider


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