In Kürze

Kultur | aus FALTER 32/00 vom 09.08.2000

Schönberg verstehen Auch Arnold Schönberg, der gefürchtete Zwölftöner, hat ziemlich "harmlos" angefangen: In seinem frühen Streichsextett "Verklärte Nacht", der Kammersinfonie op. 9 oder im opulenten Oratorium "Gurrelieder" etwa ist von der Dodekaphonie nichts zu hören; hier zeigt sich Schönberg noch als begnadeter Meister ausufernder Tonalität, die er ein paar Jahre später selber überwinden sollte. Wer wissen möchte, wie komplex die tonale Harmonik kurz vor ihrem offiziellen Ende sein konnte, der kann das nun auf besonders praxisbezogene Art erfahren: In einem viertägigen öffentlichen Workshop erarbeiten das Aron Quartett, Mitglieder des Jonde-Orchesters und die Sopranistin Ildiko Raimondi die erwähnten Werke unter der Leitung des Dirigenten Arturo Tamayo (im Fall der "Gurrelieder" nur das "Lied der Waldtaube"). Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist anschließend (am 25.8.) in einem Konzert bei den Festwochen Gmunden zu hören.

Von 21. bis 24.8., jeweils 10 bis 18


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