Überdosis Stroh

Ferienzeit. An den Rändern von Wien wird es heftig natürlich und kreatürlich. Und das geht so: Zwei Strohballendörfer mitsamt ihren zwei- und vierbeinigen Einwohnern locken Stadtmenschen zurück zur Natur. Oder zumindest zu etwas Ähnlichem.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 32/00 vom 09.08.2000

Eh kloa: Da kommen Stadtbewohner endlich einmal raus aus der Stadt, werden angesichts eines Strohballens ganz verzückt und fangen an zu schnackseln. Klar ist allerdings auch, dass so ein Strohballen, sexualtechnisch gesehen, natürlich keine einfach zu bewerkstelligende Sache ist: Aber er ist - farblich gesehen - wunderbar sonnengelb und deshalb verlockend. Dazu kommt noch ein anregendes Knistern und ein heftig stacheliges Element unter dem Sitzfleisch, wenn man darauf Platz nimmt. Also, summa summarum: Schnackseln. Der Wärter der "Strohzeit" in Liesing weiß jedenfalls von einigen, die Stadtmenschen plötzlichüberkommenden oder gezielten Liebesakten im Stroh, zu berichten. "Die schnacksln jo", schluckt er dann.

Die "Strohzeit" bei der U6-Endstation Siebenhirten ist natürlich, genauso wie ihr Pendant in der Donaustadt, nicht primär ein Tummelplatz für liebeshungrige Pärchen, schon gar kein brünftiger Rummelplatz. Nur: Wahrscheinlich steckt hinter den Aktivitäten schon eine gewisse


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