Phettbergs Predigtdienst: Altern

In jenen Tagen ging Elija eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod ... 1 Kön 19,4-8 (1. Lesung am 19. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr B)

Stadtleben | aus FALTER 32/00 vom 09.08.2000

In einer Schachtel auf einem Kasten entdeckte ich die Sexualgewänder meiner Jugend. Darunter knallenge Jeans, die Röhren exakt unterm Arsch abgetrennt, erworben und eigenhändig abgeschnitten 70 oder 75 so circa. Obwohl sie noch roch, waren die Fransen noch hell, ihre Haptik war klebrig, sie lag schwer in der Hand. Sie existierte noch, ich aber existierte damals schon nicht. Wenn ich mit den Fingern darüberstreiche, spüre ich, wie verzweifelt ich hoffte, ihre Unverwitterbarkeit auf meinen Arsch zu transmissionieren. Einmal sagte ich zu Kreuzinger, oh, wie gern ich endlich wo landete, und er sah mich traurig an. Verirrtester, sagte sein Blick, du fliegst ja gar nicht! Ich schloff in die alte Hose, und dank der abgemagerten 80 Kilo passte ich. Es war ein Abend der Onanie. Siebzehnmal spritzen und viele Konzepte.

Am nächsten Tag schon, es war ein kalter Juli und regnete, genau danach schrie meine Hitze: Kälte auf kochende Schenkel. Ich berichte hier nun, wie ich gegen Mitternacht Gumpendorf


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