Rutschende Bremsen

Zivilgesellschaft. Wer rassistische "Ausrutscher" als Verbalradiaklismen verharmlost, verkennt die Macht des Symbolischen.

Vorwort | Isolde Charim | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Nachdem die Ausschreitungen der Neonazi-Szene in Deutschland zu einem Thema geworden sind, findet man dieses auch hierzulande - meist in der Form des so genannten "Liessmann-Arguments". Benannt nach seinem Erfinder besagt dieses: Andere mögen Ausländer jagen, du, glückliches Österreich, kennst nur "Verbalradikalismen".

Solches kann man derzeit von Krone bis Format lesen. Dabei übersieht man leicht, mit welcher Selbstverständlichkeit hier von einer Beziehung zwischen Neonazis und Freiheitlichen ausgegangen wird. Christian Ortner etwa wehrt sich heftig dagegen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun haben könnte. Dieser Einwand, schreibt er im Format, "trifft leider ins Leere". Es hat also etwas miteinander zu tun, folgern wir. So kann man derzeit das paradoxe Phänomen betrachten, wie Sanktionsgegner ungewollt das machen, was sie FPÖ-Kritikern immer vorgeworfen haben: eine Analogie zwischen Rechtsradikalen und Freiheitlichen herstellen.

Natürlich geht es in ihren Vergleichen


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