"Kein Geheimdienst"

Neonazis. Die Chefin des EU-Rassismus-Büros, Beate Winkler, über ostdeutsche Glatzen, dänische Unterstellungen und österreichische Angriffe.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Mit ihrer seltsamen Anregung, aufgrund der jüngsten rechtsextremen Vorfälle in Deutschland auch dorthin einen Weisenrat zu entsenden, erntete die Leiterin des Anti-Rassismus-Büros der EU, Beate Winkler, vergangene Woche einige Kritik.

Wenige Tage später warf die Chefin der rechtspopulistischen dänischen Volkspartei, Pia Kjaersgaard, der Stelle bei einem Wien-Besuch fragwürdige Methoden vor ("es werden Akten über unliebsame Parteien und Politiker angelegt"). Im Falter-Interview nimmt Beate Winkler zu den Vorwürfen Stellung.

Falter: Frau Winkler, Sie haben vergangene Woche einen Weisenrat für Deutschland angeregt und dafür heftige Kritik geerntet. Bereuen Sie diesen Vorschlag schon?

Beate Winkler: Ich wurde vom Volksblatt gefragt, ob ein Weisenrat für Deutschland nun grundsätzlich auszuschließen ist. Darauf habe ich lediglich geantwortet, dass ich freilich nicht ausschließen kann, dass auch in dieser Sache ein Monitoring-Verfahren an eine Präsidentschaft oder an die EU herangetragen


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