Kommentar: Morak, mica und Moneten

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Was ist los? Ein Prestigeprojekt österreichischer Kulturpolitik steht vor dem Aus, aber keiner schreit. Das Music Information Center Austria (mica) hat angekündigt, demnächst acht seiner elf Mitarbeiter zu kündigen und damit den Betrieb faktisch einzustellen. Es folgte eine kurze Protestnote der ehemaligen Musikkuratoren Lothar Knessl und Christian Scheib, die diese "Infrastruktureinrichtung zur Förderung des österreichischen Musikschaffens" 1994 initiiert hatten - dann kam nichts mehr.

Hintergrund der angedrohten Selbstaufgabe ist die von Kunststaatssekretär Franz Morak entschiedene Subventionskürzung. Morak möchte dem mica künftig nur noch 6,75 statt 7,2 Millionen Schilling zukommen lassen - tatsächlich eine vergleichsweise "moderate" Kürzung, wie sein Sprecher Helmut Wohnout betont. Dem neuen mica-Geschäftsführer Peter Rantasa muss das trotzdem egal sein. Denn weil das mica zusätzlich rund zwei Millionen Schilling jährlich aus dem jetzt leeren Topf der Ex-Kuratoren bekam

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