Streifenweise

Politik | Isabella Reicher | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Leben wie Gott in Frankreich, oder was man sich darunter vorstellen kann, das zeigt uns derzeit "Ein Sommer auf dem Lande" ("Les enfants du marais") von Jean Becker. Jean, Sohn von Jacques Becker, arbeitete zunächst als Regieassistent seines Vaters ("Touchez pas au Grisbi"), bevor er in den Sechzigerjahren Gangsterfilme mit Jean-Paul Belmondo inszenierte. Seine bekannteste Arbeit, "Ein mörderischer Sommer" (1983), ein vordergründiger Rape-Revenge-Thriller mit Isabelle Adjani, dürfte auch hierzulande geläufig sein. Mit "Ein Sommer auf dem Lande" ist der Regisseur nun jedenfalls wieder bei Papas Kino angekommen (wenn nicht sogar dahinter zurückgefallen): Sein aktueller Film spielt in Südfrankreich in den Dreißigerjahren. Im Mittelpunkt stehen der melancholische Einzelgänger Garris (Jacques Gamblin) und sein etwas ungeschickter Freund Riton (Jacques Villeret), die ein "naturverbundenes" Leben führen, an dem nach und nach auch einige ihrer besser situierten Mitbürger Gefallen finden.


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