Schwarz-blaue Listen?

Kulturpolitik. Übt Kunststaatssekretär Franz Morak mit verordneten Wirtschaftsprüfungen politisch motivierten Druck auf unliebsame Initiativen aus oder ist alles nur ein großer Irrtum?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Dass zwischen Kunststaatssekretär Franz Morak und Public-Netbase-Leiter Konrad Becker nicht das beste Einvernehmen besteht, darf man annehmen. Dergleichen kommt vor und wäre nicht besonders aufregend, stünde nicht der Verdacht im Raum, Morak wäre Beckers Initiative ein politischer Dorn im Auge. Ganz so unzutreffend war des Bundeskanzlers Mutmaßung, die Demonstranten gegen die neue Bundesregierung rekrutierten sich unter anderem auch aus der Internetgeneration, sicher nicht. Und dass eine Reihe regierungskritischer Websites über den Provider von Public Netbase läuft, ist ebenfalls nicht unbekannt.

Seit dem Regierungsantritt hat Public Netbase für das laufende Jahr vom Bund noch keinen Schilling Subvention bekommen und schrammte knapp am Konkurs vorbei. Wäre nicht die Stadt Wien mit einer zusätzlichen Finanzierung eingesprungen, die Netbase hätte im April alle Mitarbeiter und Verträge kündigen müssen.

Nun steht der Netbase auch noch eine Wirtschaftsprüfung ins Haus. Das Ziel


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