Stadtrand: Reif für die Insel

Stadtleben | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Es gibt doch tatsächlich immer noch Menschen, die halten die Donauinsel für unnötig. Wo Kreti und Pleti baden, grillen und braten, ergreifen manche lieber die Flucht. Beziehungsweise begeben sich erst gar nicht dorthin. Bei denjenigen, die die Wiener Hausinsel zwischen Donaustrom und Entlastungsgerinne pfui finden, handelt es sich mit Sicherheit um notorische Meckerliesen und frustrierte Nörgler. Und genau diese Leute verpassen auch was. Richtig so, und selbst schuld. Dabei muss man sich nicht auf Rollen oder Rädern bewegen, um das Eiland zwischen der Stadt zu lieben. Und man muss auch nicht regelmäßig Ballermann und Bodrum buchen, um im Schatten von Wolkenkratzern, Windrädern oder Wildwuchs jede Menge Spaß zu haben. Die Donauinsel mit ihrem Freizeitangebot ist einfach großartig. Besonders jetzt, nach dem langen Regen sind die Wiesen auch hochsommers noch saftig grün, ist das Wasser tiptop. Und wer nicht gerade in U-Bahn-Nähe baden geht, findet sogar ruhige Strände - zwei mal 20 Kilometer lang. Leute! Vergesst die grauslichen Spira-Reportagen von biertrinkenden und -bäuchigen FKK-Spießern. Wer reif ist für die Insel, ist in ein paar Minuten da. Und genauso schnell auch wieder weg. Und das ist sehr in Ordnung so. C.W.


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