Keine Weltklasse

Donauplatte. Der Mischek Tower, das höchste Wohnhaus Österreichs im Herzen der Donaucity, wird gerade besiedelt. Die Bewohner des 110-Meter-Turms schwärmen vom Leben in der Höhe. Ringsum auf der Donauplatte wird weiter fleißig gebaut und geplant: Man versucht, aus dem einstigen Desaster eine Erfolgsstory zu machen.

Kultur | Julia Ortner und Felicitas Kruse (Fotos) | aus FALTER 33/00 vom 16.08.2000

Top 9, 34. Stockwerk. Die Wohnung ist klein. Eng. Etwas verwinkelt. Aber der Blick von der weitläufigen Terrasse: Dieser Blick über Wien entschädigt für alles. Donaupark. Donau. Wienerwald. Bis zu den Gasometern. Und dann zurück über den Fluss: Lobau. Nationalpark. "Diese Aussicht war zu 80 Prozent der Grund, die Wohnung zu kaufen", meint Paul Zmatlik und schaut verzückt in die Ferne. Von seiner Terrasse im vorletzten Stock des Mischek Towers aus kann der Lehrbeauftragte an der WU sogar bis zum Stephansdom sehen. Und dann dieses Lebensgefühl: "Wenn ich den Turm betrete, bin ich in einer anderen Welt", erzählt Herr Zmatlik. "Wie in einem eigenen Mikrokosmos." Da stört es ihn auch nicht, dass sich in der kleinen Wohnung die Übersiedlungskartons, erst halb ausgeräumt, stapeln. Der Hochhaus-Fan wohnt erst seit kurzem im Mischek Tower, dem neuesten Hochhaus der Donaucity auf der Donauplatte. Noch ist Paul Zmatlik der einzige Bewohner auf der 34. Etage.

Das wird sich bald ändern.


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