Das war "täglich Alles"

Seinesgleichen geschieht. Nun gibt es die Tageszeitung nur noch im Internet. Die "Krone" triumphiert. Was lernen wir daraus?


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 34/00 vom 23.08.2000

Letzte Woche hat Kurt Falk, Gründer und Besitzer der Tageszeitung täglich Alles, das Erscheinen der Print-Ausgabe seines Blattes eingestellt. Nichts ist bekanntlich so alt wie die Zeitung von gestern, außer der eingestellten Zeitung. Es sei "nicht mehr gerechtfertigt, im Zeitalter der Telekommunikation die Nachrichten von gestern mit dem Datum von heute um teures Geld zu verkaufen", argumentierte täglich Alles am Tage der Einstellung der Zeitung. Im Zusammenhang damit stellen sich ein paar Fragen, aus denen wir hoffen, einiges über das Wesen oder die Natur der Medien lernen können.

Zum Beispiel: War täglich Alles je eine Zeitung? Antwort: Es sah zumindest so ähnlich aus. täglich Alles erschien, wie bereits der Name sagte, täglich, und es definierte sich vor allem als eines, als Negation der Kronen Zeitung. Das war ein bisschen wenig, aber es war ein Ansatz. Als täglich Alles erstmals auf den Markt kam, schien es, als wolle es wieder einmal die Utopie des "guten Boulevard" erfüllen.

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