Bekämpfet die Rechten!

Rechtsextreme. Der erstaunliche Konsens gegen die Rechten verschleiert die österreichischen Interessen hinter dieser Einmütigkeit.

Vorwort | Anton Pelinka | aus FALTER 34/00 vom 23.08.2000

Noch nie gab es in Österreich eine so breite Übereinstimmung darin, wie gefährlich rechtsextreme Gewalt ist. Alle reden über den gewaltsamen, den mörderischen Rechtsextremismus. Die einen haben es ja schon immer gewusst - die Linke fühlt sich in ihrem brechtschen Diktum bestätigt: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch." Die anderen, die bis vor kurzem dazu neigten, die ganze Aufregung als linke Übertreibung zu sehen, sind nun plötzlich auch erregt - die Rechte weist auf die Verbrechen deutscher Skinheads, schwedischer Neonazis und französischer Rassisten hin, um der deutschen, der schwedischen und insbesondere der französischen Regierung "Doppelmoral" vorzuhalten: Jene Staaten der EU-14 würden zwar den Splitter im österreichischen Auge sehen, nicht aber den Balken im eigenen.

Dieser Konsens verschleiert die Interessen, die hinter dieser Einmütigkeit stehen. Übersehen wird, dass die Maßnahmen der EU-14 sich gegen die Regierungsbeteiligung einer bestimmten, als


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