Aufgeblättert

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 34/00 vom 23.08.2000

Rund vierhundert Titel von und über Friedrich Nietzsche sind ein Jahrhundert nach seinem Tod verfügbar - von Audiokassetten mit der Lyrik des Dichter-Philosophen über das Brevier "Nietzsche für Gestresste" bis hin zu einigen CD-ROM. Nicht wenig Lesematerial kam dabei rechtzeitig fürs Jubiläumsjahr dazu, wie Rüdiger Safranskis famose Annäherung an Nietzsches Îuvre. Der preisgekrönte Essayist, der bereits mit seinen Büchern über Schopenhauer und Heidegger Maßstäbe in der Darstellung von Lebenswerken setzte, liefert auch mit dieser Studie Qualitätsarbeit ab: Unprätenziös und klar zeichnet er die "Biographie seines Denkens" nach und bietet so die wahrscheinlich beste Nietzsche-Einführung, die zurzeit zu haben ist.

Wohl eher für Hardcore-Nietzscheaner ist hingegen der voluminöse Band "Friedrich Nietzsche. Chronik in Leben und Bildern" gedacht, der die von der Stiftung Weimar veranstaltete Nietzsche-Ausstellung "Wann ist der Gotthardtunnel fertig?" mit zahllosen bedeutungsvollen


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