Hammer und Hämmerchen

Philosophie. Vor hundert Jahren starb Friedrich Nietzsche. Über den Ahnherrn des politisch unkorrekten Denkens hat Konrad Paul Liessmann ein Buch geschrieben - und mit dem "Falter" über Leben, Werk und Aktualität des Philosophen mit dem Hammer gesprochen.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 34/00 vom 23.08.2000

Aus der bewussten Welt hatte er sich bereits fast zwölf Jahre vor seinem physischen Tod am 25. August 1900 verabschiedet. Bevor Friedrich Nietzsche zu Beginn des Jahres 1889 wahnsinnig wurde, arbeitete er wie manisch an mehreren Büchern - und experimentierte pausenlos mit neuen Buchtiteln. Einer, den er bald wieder verwarf, lautete "Der Wille zur Macht" und ist bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden. Ein anderer hieß "Die Philosophie des verbotenen Wissens".

Den wieder fand der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann "zu gut, um ihn zu verschenken" und schrieb eine umfangreiche Studie über den Nihilisten und die schwarzen Seiten des Denkens. Kernthese ist dabei, dass die Kehrseite der europäischen Ideale - also des Wahren, Schönen und Guten - für Nietzsche die zentralen "Wahrheiten" waren. So also rekonstruiert Liessmann dessen "Philosophie des verbotenen Wissens" und stellt sie dem gegenüber, was andere Philosophen über die Lüge, das Hässliche und das Böse gedacht haben.


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