"Wie der Macgyver"

Fliegen. Monatelang sitzen sie über ihren Plänen. Überlegen, wie ihr Fluggerät am weitesten fliegen könnte. Und gut aussehen soll es auch noch: Für einige Hobbybastler ist die Teilnahme am Red-Bull-Flugcontest eine durchgeplante Kommandoaktion. Für die anderen zählt nur das Dabeisein.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 34/00 vom 23.08.2000

Tollkühne Piloten sehen eigentlich anders aus. Hobbybastler Gernot Eger sitzt gemeinsam mit seinen Teamkollegen im Wohnzimmer. Und tüftelt an den letzten Details von Tufi. Tufi, dem Zugvogel. Das Fluggerät, mit dem die jungen Leute am diesjährigen Red- Bull-Flugcontest auf der Donauinsel teilnehmen werden. Eger, sein Bruder Eckart, Jörg Drexler und Marianne Rothen verbindet eine alte Freundschaft, die Lust am Herumbasteln. Und die Leidenschaft fürs Fliegen. "Der Jörg und ich, wir sind überzeugte Paragleiter", erzählt Eger. Beim Flugtag tritt das Team schon zum dritten Mal an. "Und wir sind jedes Mal besser geworden." Mit Stanislaus 2, dem ersten selbstgebauen Fluggerät, war das Team noch dreizehnter. Mit dem Roten Bullon ist es auf Platz zwei geflogen. Mit Tufi wollen sie dieses Jahr nur eines: gewinnen. "Wir möchten die Ersten sein, die über 100 Meter fliegen", meint Eger und grinst. Ein ehrgeiziges Vorhaben, liegt doch die bisherige Höchstweite bei 60 Metern.

Und die Konkurrenz


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