Fluch des bösen Wortes

Osterweiterung. Die Osterweiterung funktioniert so wie die westeuropäische Integration nach 1945 oder gar nicht.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 35/00 vom 30.08.2000

Ist eigentlich jemandem aufgefallen, wie ungewöhnlich ruhig dieser Sommer für die EU war? Die entspannte Auszeit im Match zwischen den Mächtigen der EU und der österreichischen Regierung verdankt Europa vor allem jenen drei Herren, die dieser Tage in der deutschen Universitätsstadt Heidelberg an ihrem Endbericht feilen: Die EU hat damit den lästigen Konflikt mit Österreich wie geplant entschärft. Gleichzeitig ist die österreichische Öffentlichkeit gezwungen, inhaltlich zu diskutieren: Von der Ausländerpolitikbis zur Praxis des Medienrechts scheinen sich die "Weisen" für alle österreichischen Besonderheiten zu interessieren. Sogar Jörg Haider will jetzt plötzlich vor dem Expertengremium aussagen, nachdem die FPÖ vor dem Sommer noch Herbert Scheibner vorgeschickt hatte. Die "Drei Weisen" sind schon jetzt eine Erfolgsstory.

Hugo Portisch zeichnet das glaubwürdige Szenario einer relativ raschen Suspendierung der berühmten "Maßnahmen", wenn Ahtisaari, Oreja und Frowein in den


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