"Alfred, mach was!"/Alfred Gusenbauer: "Einen Keil in die FPÖ!"

Politik | aus FALTER 35/00 vom 30.08.2000

Falter: Herr Dr. Gusenbauer, was hat die SPÖ falsch gemacht, dass Sie nur mehr nach der Farbe ihrer Hose beurteilt werden?

Alfred Gusenbauer: Ich umgebe mich nicht mit Spin-Doktoren. Ich stehe für Inhalte und nicht für Verpackung. Ich finde es erbärmlich, wenn sich die Beurteilung eines Politikers auf seinen Haarschnitt reduziert.

Nun zum Inhalt: Sie haben im letzten "Falter"-Interview im März gesagt: "Man muss den Modernisierungsprozess so gestalten, dass ein sozialer Balanceakt möglich ist." Können Sie das jetzt präzisieren?

Ich unterscheide die internationale, die europäische und die nationale Ebene. Die Globalisierung ist nur bewältigbar, wenn es globale Regelungen gibt: internationales Arbeitsrecht, Regelungen für Finanz- und Kapitalmärkte. Die Hauptmusik der Gestaltung des europäischen Wirtschaftsraumes wird aber in Europa gespielt.

Was soll auf der dritten, der nationalen Ebene passieren?

Die klassisch-konservative Linie besagt, dass man den Staat auf die Kernaufgaben innere


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