Genosse Busek

Feindschaften. "Donaumonarchist!", "Fehlbesetzung!", "Sklave der Linken!". Der Konflikt zwischen dem Regierungsbeauftragten Erhard Busek und der FPÖ hat weit zu-rückreichende ideologische Wurzeln. Wird die ÖVP ihren "Häuptling flinke Zunge" halten?

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 35/00 vom 30.08.2000

Es war nur eine Frage der Zeit. Bereits bei einem Anstandsbesuch in den blauen Klubräumen im Juni zeigten die Freiheitlichen dem frischgebackenen Regierungsbeauftragten, was sie von seiner Bestellung halten: 21 Absagen verzeichnete eine Parlamentsmitarbeiterin bei Erhard Buseks eigens für die FPÖ zurechtgeschneiderten Vortrag über "Finanzierung und Tempo der EU-Osterweiterung". Nicht nur Abgeordnete hatten seine historisch erste und einzige Annäherung an die FPÖ ignoriert, auch die blaue Regierungsriege war bis auf zwei Ausnahmen, Justizminister Dieter Böhmdorfer und Tourismus-Staatssekretärin Marlies Rossmann, ferngeblieben.

Vergangene Woche war es dann so weit. Was wochenlang bedeutungsschwanger als "traditionell gespanntes Verhältnis" umschrieben wurde, brach wieder auf: Erhard Buseks jahrelang zelebrierter Zwist mit den Freiheitlichen.

Ein Nein zur Forderung des einfachen Parteimitgliedes aus Kärnten, den tschechischen EU-Beitritt mit der Beseitigung der Benes-Dekrete zu junktimieren,


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