Hohe Erwartungen

Fernsehen. In den letzten Wochen hat der ORF fast tausend junge Menschen zum "Casting 2000" eingeladen. Für viele Anfang und wohl auch Ende des Traums vom großen Glück - für wenige eine echte Chance.

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 35/00 vom 30.08.2000

Ich bin selbst leidenschaftlicher Zuseher und interessiere mich fürs Fernsehen", grinst der junge Wiener aus dem Kontrollmonitor heraus. "Deswegen will ich mal sehen, wie es hinter der Kamera so ist." "Jetzt bist du aber vor der Kamera, und deshalb spiel uns doch mal bitte deinen Monolog", unterbricht der Regisseur den plaudernden Bewerber. "Hast du etwas vorbereitet?" Hat er. Schließlich ist es ja ein Casting. "Dafür muss ich aber mein Leiberl ausziehen", sagt der junge Mann und präsentiert schon seinen aufgepumpten Body. "Also, den Monolog habe ich selbst geschrieben, und der spielt um 16 Uhr in einem Wiener Fitnessstudio." Während der unbeholfen präsentierten Szene verziehen die Menschen hinter der Kamera keine Miene. Auch wenn das manchmal weh zu tun scheint.

"Träum nicht, tu was", köderte der ORF im Frühsommer mit Plakaten in Schulen, TV-Spots und im WWW den Mattscheibennachwuchs. Fast 1000 Menschen zwischen 16 und 25 Jahren haben sich bei "Casting 2000" beworben, einer Aktion


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