Wie haltbar ist "Formil"?

Montagsmagazine. Nach jahrelanger erbitterter Schlacht schließen sich nun die Verlagsgruppen von "profil" und "Format" in der "News"-Gruppe zusammen. Wie es wirklich war, wie alles werden wird und wer jetzt schon zittert.

Medien | Gerald John und Nina Weissensteiner | aus FALTER 36/00 vom 06.09.2000

Bis vor kurzem war der Donaukanal noch die Maginotlinie des österreichischen Maga-zinjournalismus. Auf der einen Seite hatte sich am Morzinplatz der Platzhirsch profil eingegraben. Am anderen Ufer blies in der Praterstraße der Emporkömmling Format zur Attacke. Mitzuverfolgen war der Krieg der Magazine in den Editorials der beiden Blätter. Die strotzten vor gegenseitigen Schuldzuweisungen, Haxlbeißereien und Verhöhnungen. Was den Rahmen sprengte, wurde vor Gericht ausgefochten.

Doch plötzlich hat sich der Pulverdampf verzogen. Und auch das Schlachtengeheul ist verstummt. profil-Herausgeber Christian Rainer etwa, bisher nie auf den Mund gefallen, wenn es um Gemeinheiten gegen den Feind ging, spricht plötzlich von einem gerechten "Unentschieden" und lässt sich sogar zu einem Lob für die "tollen" Herausgeber des Format hinreißen. "Man spricht eben anders, wenn man sich vermählt", turtelt Rainer.

Aus Feinden wurden Freunde, aus Konkurrenten Partner, aus Streithähnen ein Ehepaar: profil


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