Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 37/00 vom 13.09.2000

... war der Slogan "Wien darf nicht Chicago werden" noch kein Begriff. Aber ein gewisser Bezirksvorsteher f. d. 1. Bez., Dr. Heinz, startete mit aller Kraft einen Feldzug gegen das verlotterte, enthemmte, zutiefst brutale Wien.

Heinz, von dem man glauben musste, er sei kein Thema mehr, zwängt sich immer wieder bei uns rein. Nicht groß an Gestalt, wächst er stets aufs Neue über sich hinaus. Er wächst uns zu. Heinzland wuchert. Durch Kolumnen in Bezirksjournal und City macht Heinz sein Land zu Literatur. Er ist mehr als ein Talent. Er ist ein Sittenschilderer, ein praller Realist, ein wachsamer Spaziergänger, dem nichts entgeht. Was ließe sich Schöneres zu seinem Lob sagen? Unternehmen wir einen Spaziergang durch die Stadt. Sehen wir die Kärntner Straße mit seinen Sonnenaugen, durch seine Sonnenbrille: An jeder Ecke stehen sie schon: Wilde Profimusiker, deren Wollen mit dem Können nicht Schritt hält. Bettler kämpfen neben ihnen um die ergiebigsten Plätze. Zwist überall.


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