Was war

Politik | aus FALTER 37/00 vom 13.09.2000

Frauenwoche SPÖ und ÖVP kümmerten sich wieder einmal ein bisschen um die Frauen: "Schau mit in die Augen, Kleiner", bittet ÖVP-Generalin Rauch-Kallat und präsentierte die Kampagne "Stark.Schwarz.Weiblich". Unter www.frauenoffensive.at findet sich ein schwarzes Frauennetzwerk. "Ich will beides. Job und Kind", heißt die neue Offensive der SPÖ-Frauenvorsitzenden Barbara Prammer. Die Sozialdemokratinnen haben sich zu einem neuen Karenzgeldmodell durchgerungen: Nachdem Exkanzler Viktor Klima noch für ein etwas nebulöses "Karenzgeld für alle, die es brauchen", eintrat, liegt nun ein durchgerechnetes Konzept vor: Alle Eltern sollen ein Jahr lang monatlich 4000 Schilling Geburtenbeihilfe kassieren. Für Eltern, die vorher berufstätig waren, soll es darüber hinaus ein zeitlich flexibles "Karenzkonto" geben.

Was kommt Grüne Kampfabstimmung in Wien Ein Falter-Bericht über die Kandidatur der ehemaligen Club 2-Moderatorin Sigrid Pilz für die Gemeinderatswahl im Frühling sorgt bei den Wiener Grünen für Aufregung: Das Gerangel um die Listenplätze ist eröffnet. Gemeinderätin Susi Jerusalem will Spitzenkandidatin werden und beim Landesparteitag im Oktober gegen Klubchef Christoph Chorherr antreten. Begründung: Jerusalem ist nicht so begeistert von Rot-Grün in Wien wie Chorherr. Und: "Jerusalem in Wien und Van der Bellen im Bund decken eine größere Bandbreite ab als Van der Bellen / Chorherr".

Was fehlt Omofuma-Prozess Nun wird auch die Crew der Balkan Air zur Verantwortung gezogen. Zumindest will das Farid Rifaat, Anwalt jener Beamten, die Omofuma verklebt hatten. Rifaat betont dass es der Kapitän gewesen sei, der jederzeit die Verklebungen hätte verbieten können. Die Balkan Air weist die Vorwürfe zurück. Omofuma-Anwalt Georg Zanger hat inzwischen das Gutachten des bulgarischen Gerichtsmediziners präsentiert: Es besagt: Omofuma sei doch erstickt und nicht an Herzversagen gestorben.


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