Eier für Vereinsmeier

Subventionen. Das Füllhorn der Gemeinde Wien wird jährlich auch über parteinahe Vereine ausgeschüttet. Feiert der Proporz "fröhliche Urständ"?

Gerald John | Politik | aus FALTER 37/00 vom 13.09.2000

Ende Februar genoss Bernhard Görg einen großen Auftritt. Bei einem Symposium hielt der VP-Vizebürgermeister einen reichlich akklamierten Vortrag über die Privatisierung von Gemeindewohnungen - seither eines seiner Steckenpferde. Einige Wochen später durfte sich Görg bei einer ähnlichen Veranstaltung wieder über ein Lieblingsthema verbreitern: Diesmal ging es um "Privatisierung kommunaler Dienstleistungen". Mitte Mai referierte der Stadtvize schließlich über Privatisierungen. Titel der Tagung: "Investieren in die Zukunft."

Seine Auftritte verdankt Görg dem Dr.-Karl-Lueger-Institut, das man nicht nur wegen des einschlägigen Namens getrost als ÖVP-nahe bezeichnen kann. Schließlich ist die Einrichtung unter derselben Nummer wie die Wiener Volkspartei erreichbar. Die Aktivitäten - im Jahr 2000 jene drei Fachtagungen mit Experten- und Görg-Beteiligung - kosten natürlich Geld. Heuer bekommt das Lueger-Institut deshalb 1,2 Millionen Schilling überwiesen. Von der Stadt, nicht von

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