WAZ-Boss Erich Schumann

",Format' via Mediaprint"

Medien | aus FALTER 37/00 vom 13.09.2000

Falter: "profil" und "Format" sind sehr ähnliche Produkte. Soll sich da etwas ändern?

Erich Schumann: Das müssen Sie die jeweiligen Herausgeber fragen. Uns ist wichtig, dass sie erfolgreich bleiben. Gut, ein paar Vorschläge werden wir uns schon erlauben, über die wir dann gemeinsam nachdenken. Aber damit warten wir ab, bis der Zusammenschluss genehmigt wird.

Soll in die Montagsmagazine weiter investiert werden?

Nur wenn es unbedingt nötig ist. Vorerst geht es einmal darum, dass die Produkte Gewinne schreiben. Der Marketing-Wettbewerb zwischen profil und Format hat ja beträchtliche Summen verschlungen.

Werden Produkte wie "News" und "Format" künftig auch über die Mediaprint vertrieben werden?

Darüber denken wir nach. Es ist gut möglich, dass wir die Vorteile des Mediaprint-Vertriebes nützen, um Format den Abonnenten genauso wie profil am Sonntag liefern zu können.

Die Medienkonzentration schreitet durch den Zusammenschluss voran. Wie sollen kleinere Verlage daneben überleben?

Klein und groß ist keine Qualität des Wettbewerbs. Es gibt am österreichischen Markt doch eine große Vielfalt. Die Krone ist eben gut und erfolgreich, wie man an der Auflage sieht. Der Falter nicht.

Auch der "Falter" legt in der Auflage zu, hat aber nicht den Anspruch einer Boulevardzeitung.

Der Falter hat noch nicht verstanden, dass Zusammenschlüsse Medien nicht immer beseitigen, sondern auch erhalten können. So manches Produkt würde ohne Kooperationen vom Markt sein. Ob es den Kurier ohne den Zusammenschluss mit der Krone heute noch geben würde, versehe ich mit einem großen Fragezeichen.


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