"Die Kids sind nicht blöd"

Jugendkultur. Lawrence Grossberg, US-amerikanischer Vordenker der Cultural Studies, befasst sich neuerdings mit dem "Krieg" gegen die Kinder und Jugendlichen. Mit dem "Falter" sprach er über Pokemon-Verbote, das Clinton-Marketing und Computerspiel-Niederlagen gegen seinen Neffen.

Matthias Dusini und Klaus Taschwer | Kultur | aus FALTER 37/00 vom 13.09.2000

Ein Flinserl blitzt an seinem Ohr. Bunte T-Shirts - am besten mit Porträts von Rockstars - sind Grundbestandteil seines Outfits. Und auf wissenschaftlichen Tagungen zieht er schon mal einen Flachmann aus der Tasche. Lawrence Grossberg, Professor an der Universität von North Carolina / Chapel Hill, ist der Rock-Intellektuelle unter den Protagonisten der Cultural Studies - jener Forschungsrichtung, die sich in gesellschaftskritischer Absicht mit populärkulturellen Phänomenen der Gegenwart beschäftigt.

Als sein Hauptwerk gilt das Buch "We Gotta Get Out of This Place: Popular Conservatism and Postmodern Culture" aus dem Jahr 1992, in dem er popularkulturellen Strategien der Neuen Rechten nachspürte. Anlässlich einer vom Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) veranstalteten Konferenz und der Buchpräsentation war Grossberg vor kurzem wieder in Wien und berichtete von seinem neuen Forschungsprojekt, in dem er die verheerenden Auswirkungen neoliberaler Politik auf die

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