Franck heißt der Kaffee

Neues Lokal. Im Laden eines kleinen kroatischen Spezialitätenimporteurs bekommt man nicht nur Prsut und Grasevina, sondern auch Adriafeeling.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 37/00 vom 13.09.2000

Hier und jetzt irgendetwas über Kroatien als kulinarisches Urlaubsland zu erzählen wäre völlig fehl am Platze, weil Urlaub und Ferien erstens längst vorbei und aufgebraucht sind und weil zweitens heuer offenbar eh jeder in Kroatien war und daher selbst reichlich von Knoblauchfischen, Dingac-Weinen und Buzaramuscheln zu berichten weiß.

Dennoch soll an dieser Stelle vermerkt werden, dass die dalmatinische Küste wahrscheinlich nie in die Top- Ten-Liste der Urlaubsregion mit dem vielfältigsten Angebot an Speisen und Getränken aufgenommen werden wird. Denn die lokale Küche ist schlicht, es gibt Fisch, es gibt Spinat, es gibt Käse und es gibt die kroatische Variante des luftgetrockneten Schinkens mit dem melodischen Namen "Prsut". Nie werde ich einen Nachmittag in dem fast gänzlich verlassenen, befestigten Fischerdorf namens Ston vergessen, wo es gerade nichts gab außer Austern (ist schon ein bisschen her) - eine Situation, in die ich seitdem nicht mehr oft geschlittert bin.

Die Meeresfrüchte


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