Feschduscher

Seinesgleichen geschieht. Nicht erst seit Taxi Orange sieht der ORF den Privaten ähnlich. Ist das die Selbstabschaffung?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

"Ist was passiert unter der Decke? Wir wissen es nicht. Nur soviel: Freiwillig oder unfreiwillig haben sich Chris und Linda im Schlaf immer näher zu einander bewegt. Um 4 Uhr morgens sieht man sie dann bereits eng aneinander gekuschelt" (ORF-On über Taxi Orange). Hach, ist das aufregend! Und wir sind manchmal sogar live dabei. Live dürfen wir das Geschnatter der feschen jungen Menschen erleben, die der ORF für seine Reality Soap Taxi Orange ausgesucht hat; das Kontrastprogramm zum Proletenheuler Big Brother, ein bisschen jünger, viel fescher.

Man dreht den Bildungsauftrag auf und glotzt einem kahlrasierten, tätowierten Untam entgegen, der sich gerademithilfe einer Zahnbürste Schaum vors Maul setzt oder einen Deoroller ausgiebig in seine rasierten Achselhöhlen schmiert. Warum das prima ist, merkt man kurze Zeit später: Der Untam hält dabei wenigstens die Papp'n. Duschszenen gibt's auch, aber nicht im Stil der unsäglichen Dachdeckerin von RTL II, sondern eher von Hitchcock (Anthony


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