Mutter allen Schlachtens

Wahlkampf. Häupl schimpft, Görg küsst, Kabas grinst, Chorherr skatet und Bolena springt. Der Wiener Wahlkampf kommt auf Touren: Die Schlachtpläne der Parteien.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

SPÖ: Bürgermeisterwahlverein Ein Auftakt wie ein Beitrag der "Sendung mit der Maus": Maschinen rotieren, Kolben hämmern, Zahnräder greifen ineinander. Die Fabrikshalle, so verheißt es das Parteitagsvideo, ist für die SPÖ der Nabel der Welt. Der Wahlkampf der Wiener Roten für die Gemeinderatswahlen 2001 schickt sich um einiges "sozialdemokratischer" an als so manche Kampagne der jüngeren Vergangenheit. Auch wenn das Wörtchen "Wahlkampf" beim Landesparteitag am Samstag noch verpönt war.

Folglich heizt Bürgermeister Michael Häupl die Stimmung "nur" für einen schlichten "Arbeitsparteitag" an: "Machtrausch", "Putsch" und "Machthybris" fällt ihm zur schwarz-blauen Koalition im Bund ein. Womit das zentrale Wahlkampfthema klar ist: Die Regierung ist bös und will die Stadt aushungern. Weil diese Taktik aber nur bei entsprechender bundespolitischer Stimmung zieht, basteln die Roten noch an anderen Themen. Dabei scheinen sie aus Niederlagen der Vergangenheit, als sie wegen ihrer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige