Net bes sein, public

Kulturförderung. Die Medien-Kulturgruppe public netbase bangt ums Überleben und hofft auf Förderungen der Stadt. ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Görg sagt njet. Die SPÖ denkt nun über den koalitionsfreien Raum nach.

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Konrad Becker sitzt wegen fahrlässiger Krida im Landl. Kulturstadtrat Peter Marboe überreicht ihm im Besucherraum einen Blumenstrauß und den "Preis der Stadt Wien für bildende Kunst 2000". 100.000 Schilling, die an Beckers verfahrener Lage nichts mehr ändern.

So düster malt der Chef der Medien-Kulturgruppe public netbase seine nächste Zukunft. "Diesen PR-Gag brauche ich wirklich nicht." Aber das Geld fehlt und die Zeit drängt, oder wie es Becker etwas expliziter ausdrückt: "Die Scheiße ist am Dampfen." Nachdem die Bundesregierung im Frühling alle Subventionen für public netbase aufgeschoben hatte, erklärte sich die Wiener SPÖ-Finanzstadträtin Brigitte Ederer bereit, einzuspringen. Das Geld sollte über die Töpfe ihrer Parteikollegin Grete Laska, zuständig für Jugend und Familie, ausgezahlt werden. Der Gemeinderat wird darüber aber vorerst nicht abstimmen, denn die ÖVP verhinderte, dass der Antrag überhaupt auf die Tagesordnung des vorbereitenden Gemeinderatsausschusses


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