Fernsehen

Medien | Andrea Dusl | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Gelb ist nicht nur die Farbe von so symathischen Dingen wie Eidottern und Sonnenblumen, sondern auch die Standardfarbe der US-Taxis. Die heißen auch ganz so, wie sie aussehen: Yellow Cabs. Wer auch immer auf die gnadenlose Idee gekommen ist, den Big-Brother-Klon ausgerechnet Taxi Orange zu taufen, muss allergrössten Respekt vor einem österreichweit agierenden Unternehmen haben, dessen Fuhrpark dottergelb gestrichen wird: Die Post. Ich bezweifle allerdings, daß auch nur irgendjemand auf die Idee kommen könnte, ein fensterloses, in zweiter Spur parkendes Postautos für ein Showfahrzeug zu halten. Vermutlich fiel die Farb- und Namenswahl in den Zuständigkeitsbreich einer Sekt-Orange-geeichten Kreativperson. Taxi Orange, die Show selbst, ist symapthischer, als ich dachte, sie hat etwas von Schulschikurs und ich bezweifle daß der Big-Brother-Nachbau irgendetwas anderes wird, als ein Erfolg. (Auch Totgeburten wie Willkommen Österreich sind mittlerweile ziemliche Seller.) Nett fand ich die Idee, die Studioatmosphäre mit Lachgas anzureichern. So sprachen die 12 Jungtaxler stets eine Septim höher, was nicht onlostig war.


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