Kommentar: Die sollen doch alle das Maul halten, die!

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 38/00 vom 20.09.2000

Marlene Streeruwitz gegen Elfriede Jelinek, Michael Scharang für sich und Norbert Gstrein gegen alle: Das ist Brutalität. Lacht da jemand? Im Kanzleramt? Oder am Stammtisch gar? Unwahrscheinlich, denn mit der Möglichkeit, "dass das vielleicht keinen Menschen interessiert", wie Norbert Gstrein in der FAZ vom 9. September schreibt, ist allemal zu rechnen. Nur Elfriede Jelinek, diese "Repräsentantin wovon auch immer", gegen die Gstrein polemisiert, ohne sie der Namensnennung für wert zu befinden, hat das halt noch immer nicht kapiert.

Auch profil-Chefredakteur Christian Seiler will "Jelineks Hasstiraden nicht gut finden müssen, bloß weil sie von Haider, Westenthaler & Co angegriffen wird". Marlene Streeruwitz wiederum wirft in einem Interview in derselben profil-Ausgabe Jelinek, Scharang und Turrini vor, sie hätten sich vom Kunststaatssekretär "in den Salon" laden lassen, ohne dazu demokratisch legitimiert zu sein. Das ist so nicht richtig, denn die drei Schriftsteller haben den Generalsekretär


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige